Betrieb eines Checkpoints

Beteiligung und Empowerment

Empowerment (wörtlich: „Ermächtigung“) der Zielgruppe, in diesem Fall Männer, die Sex mit Männern haben, ist ein zentraler Grundsatz einer in der Community verankerten Gesundheitsförderung. Dies gilt auch für freiwillige Beratungs- und Testangebote.

Die Beteiligung von MSM ist ein Kernaspekt des CBVCT-Konzepts. Viele CBVCT-Angebote für MSM wurden von der betroffenen Bevölkerungsgruppe selbst angestoßen und dann in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren entwickelt.

Auf die Bedarfe der Zielgruppe zu hören und auf diese einzugehen ist ein wesentlicher Bestandteil des CBVCT-Ansatzes.

Aspekte der Beteiligung der Community findest du an vielen Stellen dieses Werkzeugkastens. Dieser Abschnitt konzentriert sich speziell auf Empowerment, Leitungsstrukturen, Entscheidungsprozesse und Ehrenamt.

Stichpunkt Ist dies in deinem CBVCT-Angebot vorhanden? Gibt es hierzu einen schriftlichen Standard, Leitlinie, Plan, Richtlinie, Vertrag oder Vereinbarung? Ist er/sie an die Bedingungen vor Ort angepasst? Funktioniert er/sie wie vorgesehen? Maßnahme
Das Empowerment-Prinzip
Beschreibung

Beschreibung

Das Empowerment-Prinzip bedeutet, dass CBVCT-Dienste „von, für und mit MSM“ angeboten werden. Es zeigt sich in den konkreten Strukturen des CBVCT-Angebots und in Maßnahmen, die das Ausmaß der Kontrolle steigern, die MSM über die eigene Gesundheit und das eigene Leben haben.

 

 

Anleitungen

Anleitungen

 

Der Kerngedanke des Empowerment ist, dass marginalisierte Menschen ihre Bedürfnisse selbst am Besten kennen. Um es in die Praxis umzusetzen, muss das Prinzip ausdrücklich artikuliert und beworben werden. Dies kann auf folgende Weise geschehen:

  • Eine Auflistung von Richtlinien im Leitbild des CBVCT-Angebots
  • Als separates Oberziel in den Strategie- und Aktionsplänen der Organisation.

 

Dies bedeutet sowohl die Mitwirkung von MSM in allen Routineaktivitäten als auch besondere Maßnahmen zum weiteren Empowerment von MSM.

 

Empowerment bedeutet nicht nur, MSM in den Mittelpunkt der Entscheidungsprozesse und Maßnahmen zu stellen, sondern auch, das für eine solche zentrale Einflussnahme nötige Wissen sowie die nötigen Fähigkeiten und Kapazitäten aktiv aufzubauen. Es bedeutet auch, einzugreifen, um machtlos machenden Praktiken im Umfeld des CBVCT-Angebots, z. B. im Gesundheitssystem, Einhalt zu gebieten.

 

CBVCT-Angebote können zum Empowerment von MSM auch dadurch beitragen, dass sie Informationen bereitstellen, Ehrenamtliche ausbilden und mit anderen in der Community verankerten Organisationen zusammenarbeiten. Sogar wenn beispielsweise nicht alle an Schulungen für Ehrenamtliche teilnehmenden Personen am Ende für das CBVCT-Angebot arbeiten, wird das Gesamtniveau an Wissen und Bewusstsein in der MSM-Community trotzdem steigen.

 

Beispielsweise zielen „Buddyprojekte“, in denen z. B. HIV-positive MSM geschult werden, um MSM mit einer neuen HIV-Diagnose zu unterstützen und anzuleiten, darauf ab, sowohl die geschulten MSM zu „empowern“ als auch die, die einen Buddy zugeteilt bekommen. Auch Wissen in den Bereichen Diskriminierung und Rechtsansprüche sowie persönliche Fähigkeiten, Selbstkenntnis und der Aufbau sozialer Netzwerke tragen zum Empowerment bei.

 

Anpassung

Anpassung

Zur Anpassung an Einschränkungen vor Ort gibt es folgende Alternativen:

  • Tätigkeitsbeschreibungen zusätzliche Auswahlkriterien hinzufügen, z. B. „umfangreiches Wissen über MSM-Themen und Vernetzung mit MSM-Communities“
  • Gezielte Werbung in MSM-Netzwerken für Vorstand und Personal, sowie persönliche Aufforderungen an MSM-Kadidaten, sich zu bewerben bzw. zur Wahl zu stellen.
  • Falls gesetzlich erlaubt, eine Klausel zur Quotenregelung oder positiven Diskriminierung in die Satzung oder die Regeln der Organisation aufnehmen (z. B. „mindestens 75% der Vorstandsmitglieder müssen aktuell schwul oder bisexuell identifiziert sein)
  • Die Rolle und den Einfluss von Beiratsgremien stärken und MSM-Expertise zur Bedingung für die Mitgliedschaft machen.

 

Auf welche Weise Empowerment-Maßnahmen für MSM in den CBVCT-Betrieb vor Ort integriert werden können hängt von einer Reihe von Faktoren ab:

  • Genügend Reife, Größe und Kapazität des CBVCT-Angebots, um die Aktivitäten über die Testung hinaus zu erweitern
  • Zur Verfügung stehende Kooperationspartner, z. B. LGBT*IQ-Organisationen
  • Bestimmungen und Konditionen von Fördervereinbarungen
  • Die bestehende Kapazität von MSM, mitzuwirken.

 

Unter bestimmten Umständen, wenn der Grad der Marginalisierung sehr hoch ist, kann es sein, dass nur wenige MSM die Kapazitäten dazu haben oder sich sicher genug fühlen, mitzumachen. Der Aufbau von Ressourcen und Kapazitäten muss evtl. mit individuellen Maßnahmen und Gruppenarbeit beginnen, um Wissen, Selbstbewusstsein und gegenseitige Unterstützung zu stärken.

 

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung

 

Frage eins des Euro HIV EDAT-Selbsteinschätzungsrasters konzentriert sich auf eine partizipative Kontextanalyse der Gesundheit und der Bedarfe der Zielgruppe. Bei der Partizipativen Qualitätsentwicklung (PQ) geht es prinzipiell um die Mitwirkung von Akteuren – allen voran der Zielgruppe – und das Instrument bietet einen theoretischen Rahmen, sowie praktische, schrittweise Anleitungen zu partizipativen Methoden an. Diese umfassen einen Nutzerbeirat sowie Methoden zur Verbesserung der Qualität von Zielen und Maßnahmen (z. B. die ZiWi-Methode). Das Instrument ist unter www.qualityaction.eu erhältlich.

 

 

Aktionsplan

Aktionsplan

Der Aktionsplan hilft Ihnen, konkret an den Themen zu arbeiten, die für Sie wichtig sind (gelbe und / oder rote Zellen in der Checkliste). Bitte füllen Sie den Aktionsplan so konkret wie möglich aus. Sie können ihn später als xlsx.-Dokument herunterladen und ausdrucken. Der Aktionsplan ist die Grundlage für Ihre Projektplanung, Umsetzung und Evaluation.

Der Aktionsplan definiert eine Abfolge von Schritten, die getroffen, oder Aktivitäten, die  durchgeführt werden müssen, um eine Strategie erfolgreich durchführen zu können. Der Aktionsplan hat vier wesentliche Elemente: (1) Spezifische Aufgaben: Was wird getan und (2) von wem, (3) Zeithorizont: wann wird es gemacht und (4) schliesslich wie die Durchführung der Aktion überwacht wird.

 


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Leitungsstrukturen
Beschreibung

Beschreibung

Leitungsstrukturen verteilen Einfluss, Rollen und Verantwortlichkeiten an Akteure und beschreiben, auf welche Weise Entscheidungen gefällt werden.

 

Anleitungen

Anleitungen

Je nachdem, ob das CBVCT-Angebot eine getrennt eingetragene Körperschaft ist oder Teil einer anderen Organisation, sowie je nach örtlichen Gesetzen und Verordnungen nehmen seine Leitungsstrukturen verschiedene Formen an. Dem Empowerment-Prinzip folgend ist es notwendig, dass MSM auf allen Ebenen vertreten sind, besonders dort, wo richtungsweisende Vorgaben gemacht und Entscheidungen getroffen werden.

Die Leitung einer eingetragenen Körperschaft bestimmt die Zukunftsstrategie der Organisation und verkörpert seine Rechte und Pflichten. Sie nimmt normalerweise die Form eines Vorstands oder eines Geschäftsführungsausschusses an, der aus gewählten oder ernannten Mitgliedern besteht. Seine Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind u. a.:

  • Das Leitbild und den Strategieplan formulieren
  • Das Leitungsteam einstellen und steuern
  • Finanzberichte bestätigen und unterzeichnen
  • Einwerben von Fördermitteln und Außendarstellung
  • Rechtliche Verantwortung

 

Dieses Gremium kann dann bestimmte Verantwortlichkeiten und Funktionen an andere Teile der Leitungsstruktur delegieren. Der Betriebsalltag ist gewöhnlich an eine Geschäftsführer*in, Generaldirektor*in oder ein Leitungsteam delegiert, die vom Vorstand eingestellt werden und ihm gegenüber verantwortlich sind. Seine Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind u. a.:

  • Betriebsleitung
  • Arbeitsplanung und Ausarbeitung von Vorschlägen für den Vorstand
  • Förderanträge, Projektkonzepte, Finanz- und Sachberichte vorbereiten
  • Personalverwaltung, einschließlich der Ehrenamtlichen
  • Außendarstellung und Pressearbeit.

 

Zusätzlich kann das Führungsgremium Expert*innen in einem Beirat oder einer Arbeitsgruppe zusammenführen, die dem Vorstand / Geschäftsführungsausschuss und / oder dem Leitungsteam fachlichen Rat zur Verfügung stellt. Deren Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind u. a.:

  • Fachlichen Rat und Unterstützung anbieten
  • Veränderungen für Methodik und Vorgehensweise vorschlagen
  • Sich mit verwandten Organisationen und Dienstleistern vernetzen
  • Interessensvertretung der Community und der Akteure.

 

Vorstände und Beiräte können auch Sitze für Community- und Personalvertreter*innen, sowie Vertreter*innen von Förderern reservieren.

Wenn das CBVCT-Angebot Teil einer anderen Organisation ist, delegiert es evtl. eine Vertreter*in an deren Vorstand oder Beirat, oder es ist auf der Ebene des Leitungsteams integriert.

 

Anpassung

Anpassung

Organisationsformen und -strukturen richten sich in hohem Maße nach den örtlichen Gesetzen, Fördermechanismen sowie der individuellen Vorgeschichte und der Größe des CBVCT-Angebots.

Folgende Leitfragen können die Anpassung von Leitungsstrukturen an die Bedarfe und Kapazitäten des CBVCT-Angebots unterstützen:

  • Was ist die körperschaftsrechtlich passende Form, wenn man die Ziele und Funktion des CBVCT-Angebots in Betracht zieht?
  • Wer kann wertvolles Fachwissen, Einfluss oder Netzwerke in die Leitungsstruktur einbringen?
  • Wie groß und wie komplex kann eine funktionale Leitungsstruktur sein?
  • Welche Art Leitungsstruktur sorgt für eine sinnvolle Beteiligung der Community?

Eine bestehende Nichtregierungsorganisation in der Funktion einer Mutterorganisation ist oft die praktischste Herangehensweise bei der Einrichtung eines neuen CBVCT-Angebots. Ein allgemeingültiger Grundsatz ist, dass solche Leitungsstrukturen dafür sorgen sollten, dass die Verwaltung dem Projekt dient und nicht umgekehrt, und dass sie nur so kompliziert sein sollten wie nötig, um die Ziele und die Arbeit des CBVCT-Angebots zu unterstützen.

 

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung

Die QIP und Succeed Qualitätsentwicklungsinstrumente enthalten Abschnitte zu Strukturen und Verantwortlichkeiten. Bei der Partizipativen Qualitätsentwicklung (PQ) geht es prinzipiell um die Mitwirkung von Akteuren – allen voran der Zielgruppe – und das Instrument bietet einen theoretischen Rahmen, sowie praktische, schrittweise Anleitungen zu partizipativen Methoden, einschließlich eines „Nutzerbeirats“. Alle drei Instrumente sind unter www.qualityaction.eu erhältlich.

 


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MSM-Beteiligung
Beschreibung

Beschreibung

Beteiligung der Zielgruppe und der betroffenen Community an Entscheidungsprozessen bedeutet, dass sie Teil des CBVCT-Angebots sind und auf allen Ebenen Einfluss haben.

 

Anleitungen

Anleitungen

Obwohl viele CBVCT-Angebote, die mit MSM arbeiten, auf Initiativen der MSM und ihrer Communities zurückgehen, ist es hilfreich, ihre Beteiligung an Entscheidungsprozessen ausdrücklich zu artikulieren und durchschaubar zu machen. Auf diese Weise sind sich Mitglieder der Community darüber im Klaren, wie sie selbst mitwirken oder an wenn sie sich wenden können, der ihre Interessen vertritt.

Die Beteiligung der Zielgruppen und Communities kann in der Satzung oder den Regeln einer Nichtregierungsorganisation verankert sein, oder in Leitbildern und Strategieplänen von Organisationen und Angeboten (siehe auch den Abschnitt zu Empowerment).

Die Führungs- und Betriebsleitungsstruktur des CBVCT-Angebots kann den Grundsatz der Zielgruppen- und Communitybeteiligung in die Praxis umsetzen, indem sie designierte Positionen für MSM-Communityrepräsentant*innen vorsieht. (siehe auch den Abschnitt zur Rechenschaftspflicht).

 

Anpassung

Anpassung

Auf welche Weise die Beteiligung integriert werden kann, hängt von der Flexibilität der Führungs- und Betriebsleitungsstrukturen ab:

  • Der Vorstand oder der Geschäftsführungsausschuss können Sitze einrichten, die Zielgruppen- bzw. Communityrepräsentant*innen oder Vertreter*innen von anerkannten Interessensverbänden vorbehalten sind.
  • Tätigkeits- und Stellenbeschreibungen von Schlüsselfunktionen innerhalb des CBVCT-Angebots, z. B. Geschäftsführer*innen, Berater*innen etc., können detaillierte Kenntnisse der MSM-Themen und bestehenden MSM-Communitynetzwerke voraussetzen. Je nach der Rechtslage im Arbeitsrecht kann eine Politik der positiven Diskriminierung es Organisationen evtl. sogar erlauben, die Mitgliedschaft in der MSM-Community vorauszusetzen, um dafür zu sorgen, dass Leiter*innen und Berater*innen „Peers“ aus der Zielgruppe sind.
  • Falls eine formale Vertretung in Vorständen und Leitung nicht möglich ist, kann ein Community- oder Nutzerbeirat eine Alternative für die Beteiligung darstellen. Dessen Aufgabenbeschreibung muss allerdings sicherstellen, dass Entscheidungsträger*innen ihn aktiv um Rat fragen und für ihre Entscheidungen Rechenschaft ablegen.

 

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung

 

Das PQ-Instrument bietet Theorie zum Grundsatz Partizipation, sowie nützliche Beschreibungen der verschiedenen Ebenen der Partizipation in Entscheidungsprozessen und wie sie nach und nach in die Praxis umgesetzt werden können. Die Methode „Kreise der Entscheidung“ im PQ-Methodenkoffer ist eine einfache Teamaktivität, die sichtbar macht, wie unterschiedliche Akteure aktuell an Entscheidungsprozessen beteiligt sind und wie dies verbessert werden kann. Der Methodenkoffer enthält außerdem schrittweise Anleitungen für weitere partizipative Methoden wie den „Nutzerbeirat“.

Das PQ-Instrument sowie Online-Lernmaterialien sind unter www.qualityaction.eu erhältlich.

 


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Ehrenamtliche Funktionen
Beschreibung

Beschreibung

Wenn Ehrenamtliche aus der Zielgruppe verschiedene Rollen im CBVCT-Angebot übernehmen, setzt dies das Prinzip der Verankerung in der Community in die Praxis um.

 

 

Anleitungen

Anleitungen

Ehrenamtliche aus der MSM-Community können zu allen Aspekten eines CBVCT-Angebots wichtige Rollen übernehmen:

  • Interessensvertretung – z. B. einen Bedarf aufdecken und benennen, Einfluss auf Politiker*innen nehmen, mit staatlichen Entscheidungsträger*innen, Förderern und Aufsichtsbehörden verhandeln (siehe auch „Interessensvertretung“)
  • In Leitungsstrukturen mitwirken, z. B. in Vorständen und Gremien sitzen, und zu Strategieplänen beitragen
  • Angebote einrichten – z. B. zu Aktionsplänen beitragen, an Fokusgruppen teilnehmen, in Außendarstellung und Kampagnen als Rollenvorbild fungieren (siehe auch „Kommunikation“)
  • Im CBVCT-Betrieb – z. B. als geschulte Tester*innen / Berater*innen, als Unterstützungs-„Buddies“, im der Vor-Ort-Arbeit, als Online-Berater*innen etc.
  • In der Evaluation – z. B. als Befragte in Umfragen und als Teilnehmende in Fokusgruppen.

Es ist hilfreich, die Aufgaben für Ehrenamtliche zu dokumentieren, z. B. in der Satzung der Organisation oder der Aufgabenbeschreibung von Gremien, in Implementierungkonzepten, Organigrammen, Evaluationskonzepten etc.

Als Beitrag zur Personalbeschaffung können alle offenen ehrenamtlichen Tätigkeiten auch in den Werbe- und Informationsmaterialien aufgelistet und beschrieben werden.

 

 

Anpassung

Anpassung

Inwieweit Ehrenamtliche eingebunden werden, hängt von den örtlichen Regelungen (siehe auch „Vorschriften und rechtlicher Rahmen“), dem nötigen Versicherungsschutz, sowie der Verfügbarkeit und Motivation von Mitgliedern der Community ab, sich zu engagieren.

Während die Einbindung von Ehrenamtlichen in Kernaufgaben wohl Gehälter einsparen und die Vorteile des Peer-Ansatzes mit sich bringen kann, verlangen ihre Anwerbung und Unterstützung auch Mühe und Geschick.

Der Motivationsgrad der MSM-Community, sich als Ehrenamtliche zu engagieren, kann variieren – besonders, sich schulen zu lassen, um Aufgaben mit mehr Verantwortung zu übernehmen, z. B. als Tester*innen, Berater*innen oder als Vor-Ort-Arbeiter*innen. Beispielsweise tragen Hunderte von Ehrenamtlichen zu den wachsenden Checkpoint-Angeboten in Griechenland bei, wo es einen großen Bedarf für niedrigschwellige Testangebote für MSM gibt. Anderswo sind CBVCT-Dienste zu einem höheren Grad professionalisiert und werden hauptsächlich von Hauptamtlichen durchgeführt.

Die Bereitschaft und Kapazität potentieller Ehrenamtlicher zu recherchieren ist ein wichtiger Planungsaspekt. Die Einbindung von Ehrenamtlichen kann auch nach und nach ausgebaut werden, wenn das CBVCT-Angebot bekannter geworden ist und sich mehr MSM für ein Engagement interessieren.

 

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung

Die von Haupt- und Ehrenamtlichen erfüllten Funktionen werden im Rahmen der regelmäßigen, strukturierten Qualitätsentwicklung revidiert – z . B. mit Instrumenten wie Succeed und QIP, um festzustellen, ob sie noch mit den Kenntnissen und Fähigkeiten übereinstimmen, die für das Angebot gebraucht werden. Der PQ-Methodenkoffer (Partizipative Qualitätsentwicklung) bietet auch partizipative Methoden wie z. B. „Angeleitete Arbeitsgruppe“ und „Nutzerbeirat“ an, um mit Haupt- und Ehrenamtlichen zu arbeiten.

 

Diese Instrumente und Anleitungen für ihre Anwendung sind unter www.qualityaction.eu zugänglich.

 


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Beteiligung und Empowerment
StichpunktWas soll getan werden?Wer wird es tun?Wann?Wie überprüfen wir es?
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